Unser Vorschlag in der Endrunde zum Bürgerhaushalt: Neugestaltung des Bürgersteigs im Ortskern Fahrland

Unser Bürgerhaushalts-Vorschlag hat es unter 1.255 Vorschlägen unter die TOP 40 und damit in die Endrunde geschafft. Hier ist der von der Stadt leicht überarbeitete Vorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Durch abgesenkte Bordsteine, einen befestigten Untergrund (versickerungsfähiges Pflaster) und mit Hecken vom Sitzbereich abgetrennte Parkplätze wird eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Ortskern von Fahrland (Fläche vor der Landbäckerei und weiteren Geschäften in der Ketziner Ecke Marquardter Straße) geschaffen. Die Bürger_innen-Inititative Fahrland wird in die Planungen einbezogen.“

 

Vom 30.9. heißt es dann bis zum 6.12. fleißig Stimmen sammeln, denn am Ende werden nur die TOP 20 der Stadtverordnetenversammlung übergeben.

Ortsteilwanderung durch Fahrland, Neu Fahrland und Marquardt mit Oberbürgermeister & allen Beigeordneten

Die Ortsteilwanderungen mit dem anschließenden Bürgerdialog waren ein voller Erfolg und die BI konnte die Probleme vor Ort gut darstellen entlang der von Ortsvorsteher und BI-Vorsitzendem Stefan Matz vorgeschlagenen Route. Hier einige Presseartikel dazu:

Die MAZ schreibt:

„[…] Zu enge Straßen für Fahrlands Feuerwehr

Im Ortsteil Fahrland war der mit dem Wachstum des Ortsteils verbundene Verkehr das beherrschende Thema. Einerseits gibt es große Parkplatznot, andererseits sind laut Ortsvorsteher Stefan Matz (BI Fahrland) an mehreren Stellen Querungshilfen nötig, damit die Bürger gefahrlos durch den Ort kommen – etwa an der Landbäckerei und in der Gartenstraße. […]“

Und auch die PNN schreiben ausführlich. Dabei benennen sie auch das wohl nicht zufällig genau an dem Tag von Unbekannten aufgehängte Transparent vor der Ketziner22:

„[…] Auch eine weitere Überraschung haben die Fahrländer für den Besuch aus dem Rathaus parat: Mit den Busfahrern haben sie abgesprochen, dass die Busse mit dem Oberbürgermeister und dessen Begleitern gut zwei Minuten vor einer eigens installierten großen Plakatwand an einer Baustelle an der Ketziner Straße halten. Gezeigt werden Luftbildaufnahmen von 2000, als der Ortsteil noch 2000 Einwohner zählte, bis hin zu einer Prognose für 2025 mit über 20.000 Bürgern. „Unbegrenztes Wachstum?“, steht als stummer Protest gegen das Agieren der Stadtverwaltung darunter. Der Ortsbeirat von Fahrland stimmte im November 2018 gegen die dort geplante Wohnsiedlung mit Eigenheimen. Die Stadt setzte sich darüber hinweg. […]“

Zudem konnten wir uns bei Frau Aubel über den Bauforschritt der Schulerweiterung erkundigen – der Container kommt noch in diesem Jahr und auch bei der Aufstockung soll es endlich voran gehen.

Erfolgreiches Landtagspodium mit 70 Gästen

Hier ein paar Impressionen der Podiumsdiskussion mit den Landtagsdirektkandidat*innen am vergangenen Dienstag. Mit etwa 70 Gästen war es eine rege Diskussion zu den Themen Mobilität & Nachhaltigkeit, Bildung und Soziales sowie Wachstum & Wohnen. Herzlichen Dank nochmal an unsere Gäste Dr. Saskia Ludwig (CDU), Uwe Adler (SPD), Tina Lange (LINKE), Robert Funke (Grüne), Kay Martin (FDP), Marlon Deter (AfD) & Roland Büchner (FW/BVB).
Wir hoffen darauf, dass etwaig gewählte Kandidat*innen sich anch der Wahl an ihre uns zugesagten Vorhaben hier im Wahlkreis erinnern und diese umsetzen – wir werden sie gern dabei unterstützen.

Danke auch nochmal an unseren Ortsvorsteher Stefan Matz (BI) und die stellvertretende Ortsvorsteherin von Satzkorn Susanna Krüger.

(Der AfD-Kandidat kam eine halbe Stunde später, deshalb fehlt er beim 1. Bild)

Feuerwerk der Ideen

Erste Zukunftswerkstatt der Bürger_Innen-Initiative Fahrland mit reger Teilnahme

Ein zentraler attraktiver Ortskern rund um den Dorfanger, den Kaiserplatz als Treffpunkt und Ortsmitte, Schrebergartenkolonien statt noch mehr Bebauung, eine Gestaltungssatzung für Gärten, Häuser und Laternen, ein Bürgerhaus für alle, mehr Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, bessere Busverbindungen, eine Website mit allen Infos über Fahrland, gar kein Durchgangsverkehr, keine LKWs, ein Bioladen, Baumpatenschaften, eine gemütliches Restaurant, eine Ehrenamtsbörse, ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit Fachärzten und Apotheke im Semmelhaack-Gebäude an der Ecke Von Stechow-Straße/Am Upstallgraben, ein Fußgängerüberweg in der Ketziner Straße auf Höhe des Bäckers…

Das sind nur einige der Ideen, die am 14. Mai 2019 bei der ersten Fahrländer Zukunftswerkstatt im Gemeinderaum der Kirche geäußert wurden. Rund 40 Fahrländerinnen und Fahrländer haben sich an diesem Tag auf Einladung der „Bürger_Innen-Initiative Fahrland“ zusammen gefunden, um in den vier Themengruppen „Engagement und Teilhabe“, „Infrastruktur, Wirtschaft und Versorgung“, „Kommunikation“ und „Lebensqualität“ ihre Vision von einem lebenswerten Fahrland zu entwickeln. Die Zukunftswerkstatt wurde profesionell angeleitet von der Kommunikationstrainerin Annika Breuer.

Schon bei den Ausgangsfragen „Was stört uns?“ und „Was läuft schon gut?“ entwickelten sich rege Diskussionen in den Gruppen. Das alte Dorf ist nicht mehr, was es war. Wenn Fahrland nicht als Dorf, sondern als großer neuer Stadtteil Potsdams gesehen wird – was folgt daraus für seine Entwicklung? Schlafstadt, „Sardinenbüchsenstil“ der neuen Häuser, zu wenig Grün, unsichere Fußwege, zu wenig Läden, Ärzte, Treffpunkte – all das wurde angeprangert. Der Anglerverein braucht Unterstützung bzgl. seines Grundstücks am Fahrländer See. Für mehr Sauberkeit im Ort muss einiges getan werden. Hundehaufen bleiben liegen, Schulkinder schmeißen ihren Müll achtlos weg, während sie den Trampelpfad über das Feld oder durch den Wald zur Regenbogenschule gehen.

Etliche ungelöste Aufgaben, die schon länger im Ortsbeirat und in der Stadtverordnetenversammlung auf der Tagesordnung standen, fehlten auch hier nicht: die dringend benötigten Radwege Richtung Marquardt und Satzkorn, der lang ersehnte Ausbau des Bahnhofs Marquardt sowie ausreichend Kita- und Schulplätze, um nur einige zu nennen.

Nach der Sammlung vieler guter Ideen überlegten die Moderatoren der Bürgerinitiative gemeinsam mit den Teilnehmern, welche der Ideen so attraktiv und realistisch sind, dass man sich sofort an die Umsetzung machen könnte. Vielleicht gibt es schon bald eine Veranstaltung mit Fachleuten zum Thema „Grün“ in Fahrland, bei der man erfahren kann, was hier gut wächst und wie man seinen Vorgarten schön gestalten kann. Für die Idee der Saatbombenaktion fand sich schon während der Veranstaltung ein Sponsor: Landwirt Helmut Querhammer will das entsprechende richtige Saatgut zur Verfügung stellen. Damit es auch in den sandigen Ecken von Fahrland bald grünt und blüht.

Das Angebot der Fahrländer Vereine kann man vielleicht bald auf einem gemeinsamen Fest kennen lernen. Überhaupt scheint den Fahrländern das Feiern wichtig. Ein Erntedankfest mit Festumzug könnte wieder statt finden und ein zünftiger „Tanz in den Mai“, vielleicht schon im nächsten Jahr? Ein großes „Schwarzes Brett“ für „Tausche, Biete, Suche“ soll in der Nähe des Nahkaufs angebracht werden.

Durch einen entsprechenden Antrag im Ortsbeirat könnte es vielleicht bald eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Hauptstraßen Ketziner, Marquardter und Gartenstraße auf 30 km/h geben.

Und vielleicht wird das „vielleicht“ bald aus diesem Text gestrichen. Los geht’s lieber Ortsbeirat, Fahrländer Vereine und Initiativen, Kirche, Schule, Gewerbetreibende und liebe Fahrländer und Fahrländerinnen! Die Bürger_Innen-Initiative Fahrland bedankt sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern, freut sich auf die Realisierung der Ideen und plant eine Fortsetzung.

Ein Text von: Susanna Krüger

In der Zukunftswerkstatt war es ein Thema. Unsere Kita Fahrländer Landmäuse setzt die Umwelterziehung der Kleinen schon vorbildlich um.