Umbau der Ketziner Str. vor den Geschäften – es geht endlich los

Nach vielen Jahren unermüdlichen Einsatzes des Ortsbeirates und insbesondere der BI Fahrland ist es gelungen, dass der Umbau der Ketziner Str. ab 24.6.24 endlich startet. Mit viel Aufwand haben wir den Umbau 2019 auch erfolgreich im stadtweiten Bürgerhaushalt in den TOP20 platziert, selbst der Oberbürgermeister Mike Schubert war schon da, um sich das vor Ort anzusehen. Die Planungs- und Abstimmungsphase hat dann leider 5 Jahre gedauert, u.a. da es sowohl vom Ortsbeirat als auch den Gewerbetreibenden vor Ort Überarbeitungswünsche gab. Es soll ja aber eben auch gut werden am Ende. Wir wollten Aufenthaltsqualität vor den Geschäften, sichere und befestigte Fußwege, eine sichere Querung der Straße mit Tempo 30, befestigte Parkplätze, mehr Grün und Sitzgelegenheiten schaffen – für einen lebenswerten Ort.

Ob der Umbau am Ende wirklich bis Ende November dauert, hängt auch davon ab, was die notwendigen archäologischen Untersuchungen ergeben, da ja fast ganz Fahrland uraltes Siedlungsgebiet und damit Bodendenkmalsverdachtsgebiet ist. Ursprünglich waren mal ca. 3 Monate vorgesehen.

Die folgenden Bilder der Stadt zeigen den Umbauplan, den Umleitungsplan und die Bus-Umleitungen. Fahrländer Anwohner kommen weiterhin, wenn auch beschwerlich, durch  Fahrland durch und das ist das Wichtigste. Ebenso bleiben die Geschäfte erreichbar inklusive ihrer Lieferzonen und Rettungswege, was uns sehr freut. Natürlich wird die Bauphase eine arge Belastung für uns werden, aber die Stadt investiert hier über 800.000€ und am Ende wird es deutlich schöner sein als vorher und die schrecklichen Poller sind auch endlich weg. Insofern blicken wir nach vorn und halten die Bauphase durch, gemeinsam und mit Geduld für ein lebenswertes Fahrland.

Hier findet ihr die offiziellen Infos der Stadt zur Baustelle: https://www.mobil-potsdam.de/de/baustellen/aktuell/?c=4873

Tina Lange für die BI Fahrland/den Ortsbeirat

Bericht von der Podiumsdiskussion für den neuen Ortsbeirat Fahrland – auf zur Wahl am 9.6.

Verangenen Freitag fand auf Einladung des scheidenden Ortsbeirates und durch Vorbereitung unserer BI Fahrland ein Podium mit den Kandidierenden für den am 9.6. neu zu wählenden Fahrländer Ortsbeirat statt. Wir freuen uns, dass wir Christoph Dielmann, unseren Gemeindepfarrer, wieder für die Moderation gewinnen konnten. Er hat sogar einen kurzen Bericht geschrieben, für die, die nicht dabei sein konnten. Diesen teilen wir hiermit gern und rufen hiermit zu einer regen Wahlbeteiligung am kommenden Sonntag auf – gern natürlich auch (wieder) für uns:

Im Fahrländer Hort stellten sich folgende Kandidatinnen und Kandidaten den 30 Wählerinnen und Wählern: Birgit Eifler für B´90/Die Grünen, Jörg Walter für die BI Fahrland, Claus Wartenberg für die SPD, Tina Lange für die Linken und Heiko Weise für die AfD. Größter Aufreger war die Umgestaltung an der Ketziner Straße mit Unklarheiten, wie lange das dauern würde und wie viele Parkplätze es dort geben sollte. Das müsste noch einmal genauer von den Planern mitgeteilt werden, denn die Fahrländer müssen sich auf erhebliche Verkehrsstörungen an ihrer Geschäftszeile einstellen. Jörg Walter gab allerdings auch der verbreiteten Dankbarkeit Ausdruck, dass es jetzt endlich losginge.

Aus dem Publikum und auf dem Podium gleichermaßen kamen die verschiedenen weiteren Infrastrukturthemen zur Sprache wie Apotheke, Altenpflege, Blitzer in der Gartenstraße, der Radweg nach Marquardt. Der einzige Erstwähler im Raum fragte nach konkreten besseren Busverbindungen in den Potsdamer Westen. Tina Lange gab ebenso konkret zu den entsprechenden Gesprächen mit den Verkehrsplanern Auskunft. Claus Wartenberg tat dasselbe zu einer Frage nach öffentlichen Elektro-Ladestationen. Nach dem Umbau der Ketziner Straße sieht er den Kaiserplatz als nächstes Projekt. Heiko Weise forderte die Abschiebung nicht anerkannter Asylanten und die Schließung der Unterkunft nach Zeitablauf. Er bat darum, als AfDler “nicht wie im Bundestag behandelt” zu werden. Jörg Walter machte sich zum Anwalt der “kleinen Themen, die wir vor Ort angehen und lösen werden.” Birgit Eifler und Tina Lange nahmen mehrfach Bezug auf ihre Stimmen in der Stadtverordneten-Versammlung und verwiesen auf die umfangreiche Sportplatz-Sanierung und die ausstehende Sanierung des Treffpunktes Fahrland (Tina Lange). Am Rande gestreift wurden die Themen Krampnitz und Umweltschutz mit Bezug auf den Fahrländer See (Birgit Eifler). Bei einer solchen Themenfülle waren wir nach 90 Minuten auch etwas abgekämpft. Aus der Teilnehmerschaft wurde den Kandidatinnen und Kandidaten herzlich für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt. Charmant moderierte Anke Oehme die Veranstaltung mit einem Wahlaufruf ab.

Mein Fazit: Es  hat Spass gemacht, das Gespräch zur Kommunalwahl zu moderieren, zusammen mit Anke Oehme. Am selben Abend moderierte ich auch noch eine weiteres Podium in Uetz-Paaren mit ähnlicher Beteiligung.

Offensichtlich reiben sich alle Dörfer im Potsdamer Norden daran, wie die Stadt mit ihnen umgeht. Es liegt aber nahe, gemeinsame Anliegen zu koordinieren, ich vermute, dass es das in der Vergangenheit schon gegeben hat.

Natürlich gab es Emotionen in den Runden. Berührend: die Enttäuschung verschiedener langjähriger Ortsbeiräte, weil viel gemeckert wird und nur wenige mit anpacken oder sich auch nur selbst informieren. Manches über Jahrzehnte gewachsene dicke Fell konnte man hier in voller Pracht bewundern – und auch wie es darunter aussieht. In beiden Orten treten die amtierenden Ortsvorsteher nicht mehr an, erfahrene Leute scheiden aus. Aber neue Leute werfen ihren Hut in den Ring. Den Einsatz der Ehrenamtlichen muss man würdigen!

Das taten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltungen, mit ihre Fragen und Themen. Das sind sehr bewusste Wählerinnen und Wähler, mit z.T. sehr konkreten eigenen Anliegen – Klasse! Wir hatten aber auch blinde Flecke: In Fahrland haben z.B. keine Surfer oder Kiter ihre doch recht pointierte Position zum See eingebracht.

Nun gibt es eine Menge Wähler, die nicht so gut informiert und positioniert sind. Was fangen diese mit teilweise heftig emotionalen Botschaften auf den Plakaten oder in den sozialen Medien an? Ich tippe auf flüchtige emotionale Zustimmung oder Ablehnung und halte das für gefährlich, leichtsinnig. Und: Heikel in jeder Richtung ist es, Politik mit Ausgrenzung zu machen – wer das lautstark nötig hat, der muss sich nicht wundern, wenn er nicht richtig einbezogen wird. Ausgrenzung und Kompromisslosigkeit beschädigt demokratische Prozesse in jeder Richtung.

Wer aber zuhört und mitredet, sich beteiligt, in den Dialog einsteigt, dessen Emotionen sind bestens aufgehoben: in seinem Engagement für die Sache, für das Dorf. Insofern fand ich die Leidenschaft in Uetz-Paaren ermutigend: “Lasst uns zusammenkommen und reden, wie wir in die Zukunft gehen!” Hoffen wir, daß es nicht verpufft.

Von Christoph Dielmann (Moderator der Veranstaltung und Gemeindepfarrer)

WIE WEITER MIT FAHRLAND? Bericht von einem bemerkenswerten Abend

Unsere Einladung zu einer Ideenwerkstatt am 29. Februar 2024 für Fahrland wurde erfreulich gut angenommen.
Über 40 interessierte Fahrländerinnen und Fahrländer versammelten sich im Gemeinderaum der Mirijam-Gemeinde in Fahrland.
Nach einer Begrüßung durch unseren Ortsvorsteher Stefan Matz und einer kurzen Anmoderation durch unseren Gemeindepfarrer Christoph Dielmann versammelten sich drei Gruppen an drei unterschiedlichen Thementischen:

  • Verkehr und Mobilität
  • Dienstleistungen und Gewerbe
  • Soziales

Wir kamen sofort rege ins Gespräch, haben uns nur ganz kurz mit Vergangenem beschäftigt und sehr bald in den unterschiedlichen Themenbereichen versucht, herauszufinden, was unserem Ort zukünftig guttun könnte.
Die Ergebnisse werden in einem separaten Protokoll vorgestellt.

Drei grundsätzliche Fragestellungen wurden uns sehr schnell bewusst,

  • Wo können wir selbst mitwirken, um Ideen für die Zukunft umzusetzen?
  • Wie kann man erkennen, ab welcher Situation Hilfe von außen („oben“-SVV, LHP; private Investoren) erforderlich wird?
  • Wie kann der ländliche Raum, dem wir uns in Fahrland zugehörig fühlen, noch mehr in den Fokus genommen werden?

Ein großer Dank geht an alle Beteiligten, die mitgeholfen haben, dass der Abend so erfolgreich stattfinden konnte, insbesondere an die Mirjam-Gemeinde, die uns unkompliziert und sehr unterstützend ihren Gemeinderaum nebst Grundversorgung zur Verfügung stellte.
Aber auch an alle Fahrländerinnen und Fahrländer, die tatkräftig mitgedacht und am Ende sogar noch einen kleinen Spendenbeitrag in die Kollektenbox der Gemeinde getan hatten.

So etwas machen wir gerne und bestimmt mal wieder.                                                                                 😉
Natürlich freuen wir uns auch auf neue Aktive, die uns in der BI und vielleicht zukünftig im Ortsbeirat unterstützen wollen – schreibt uns gern an bei Interesse.

Jörg Walter für die BI Fahrland

Info: Tag der offenen Tür in der Unterkunft für Geflüchtete in Fahrland, Ketziner Str. 90

Am Dienstag, den 18. April wird die neu errichtete, temporäre Unterkunft für Geflüchtet ab 9:00Uhr für einen Tag für interessierte Einwohner öffentlich zugänglich sein. Es ist nach wie vor kein Ende des Krieges in der Ukraine abzusehen. Der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen, die vor dem Kriegsgeschehen flüchten müssen, ist weiterhin riesig.

Die Stadt Potsdam hatte beschlossen, in Fahrland eine weitere temporäre Unterkunft in Containerbauweise zu errichten. Die Bauarbeiten sollen am 17. April abgeschlossen werden, dann wird die Unterkunft an den Betreiber, die Living Quarter GmbH https://www.livingquarter.de übergeben.

Am Dienstag, den 18.4.23 ist ein Tag der offenen Tür geplant, an dem sich die zukünftigen MitarbeiterInnen für die Unterkunft Ketziner Str. 90 den Fragen interessierter Einwohner stellen, gerne Angebote annehmen, den zukünftigen Mitbewohnern von Fahrland die Übersiedlung in unseren Ortsteil zu erleichtern und gleichzeitig den Einzug der ersten BewohnerInnen vorbereiten, der bereits ab Mittwoch, den 19.4.23 beginnen soll..

Am Mittwoch, den 19.4.23 um 19:00 Uhr findet die nächste Ortsbeiratssitzung statt, auf der auf unsere Einladung hin ebenfalls Mitarbeitende des zukünftigen Betreibers Living Quarter anwesend sein werden, um mit uns den konstruktiven Austausch für eine erfolgreiche Integration unserer neuen Fahrländer Miteinwohner fortzuführen.

Jörg Walter für den OBR Fahrland