Die große Frostlotterie – präsentiert von der GETEC

Es gibt gewisse Konstanten im Leben:
Den Tod.
Die Steuererklärung.
Und die Tatsache, dass unsere Fernwärme seit mindestens drei Jahren zuverlässig den Dienst quittiert, sobald das Thermometer unter Null taucht.

Meteorologen nennen das Frost.
Wir nennen es GETEC-Wetter.

Sobald die Temperatur auch nur leise „Minus“ murmelt, beginnt das große Rätselraten:
„Gibt’s heute warmes Wasser oder wird die Morgendusche wieder zur polaren Mutprobe?“

Manchmal ist die Fernwärme komplett abgetaucht.
Manchmal ist sie anwesend, aber inaktiv – wie ein Politiker nach fünf Interviews: theoretisch vorhanden, praktisch aber nutzlos.
Warmduschen wird dann zur Lotterie, bei der die Gewinnchance irgendwo zwischen „Schnee in der Hölle“ und „Pünktlichkeit der Deutschen Bahn“ liegt.

Bei uns hat sich deshalb ein neuer Weihnachtsbrauch etabliert: An Heiligabend gibt’s die traditionelle Eisdusche.
Andere zünden Kerzen an. Wir atmen stoisch ein, zählen bis drei… und stürzen uns ins Dusch-Abenteuer.

Eigentlich müsste es auf den großen Wettplattformen dieser Welt längst Märkte geben wie:
• „Wird am 24.12. zwischen 6 und 8 Uhr warmes Wasser fließen?“
• „Hält der Duschende länger als 30 Sekunden durch?“
• „Wie viele Familienmitglieder verwenden gleichzeitig unerlaubte Kraftausdrücke?“

Doch nein. Bei Polymarket kann man auf US-Wahlen, Alien-Enthüllungen und den nächsten Bitcoin-Crash wetten – leider aber nicht auf unsere Warmwasserversorgung. Eine skandalöse Marktlücke! Ich rieche das schnelle Geld.

Besonders sportlich wurde es seit dem ersten Weihnachtsfeiertag 2025. Seitdem ist Warmwasser kein Zustand mehr, sondern ein flüchtiges Ereignis. Unvorhersehbar. Meist kurz. Emotional bewegend wie der letzte Keks in der Dose.

Man duscht nicht mehr, man ergattert ein warmes Zeitfenster. Wie ein scheues Reh im Wald. Wer zögert, steht seifig und zitternd im Nichts.

Aber seien wir fair:
Man kann das Ganze auch als Lebensschule betrachten.

Wir sparen Espresso – nach der Dusche ist der Kreislauf ohnehin auf Kampfmodus.
Unser Immunsystem ist inzwischen so robust, es könnte einen Bären besiegen.
Die Familie ist abgehärtet wie eine Special-Einheit, die in der Sauna geboren wurde.

Und vor allem:
GETEC leistet einen aktiven Beitrag zur Energiewende.
Nicht durch Hightech.
Nicht durch Innovation.
Sondern durch systematische Frustration.

Weniger Warmwasser = niedrigerer Verbrauch.
Das ist kein Versorgungsdefizit – das ist radikale Klimapolitik!

Außerdem fordert die Politik ja regelmäßig, wir müssten „kriegstauglicher“ werden.
Tja: Wer bei Minusgraden kalt duscht, ohne zu heulen, zu fluchen oder den Vertrag zu kündigen, der ist mental bereit für alles.

Vielleicht ist die Fernwärme gar nicht kaputt.
Vielleicht ist sie ein staatliches Resilienztraining.
Ein soziales Experiment.
Oder einfach nur die weltweit erste Heizung, die nach dem Prinzip „Je dringender, desto seltener“ funktioniert.

Wir warten nun täglich gespannt:
Nicht auf die Tagesschau.
Nicht auf den Wetterbericht.
Sondern auf dieses zarte Wunder, wenn aus dem Duschkopf plötzlich…
kein eisiger Schmerz, sondern etwas strömt, das vage an Wärme erinnert.

Und wenn nicht – na dann halt morgen.
Oder nächstes Jahr.
Oder wenn die Aliens endlich kommen und uns ihre Heiztechnik schenken.

Ein leidenschaftlicher Appell für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt

Darf ich mir zu Weihnachten etwas wünschen?

Ein leidenschaftlicher Appell für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt

In einer Zeit wachsender Spaltung und Polarisierung möchte ich einen eindringlichen Appell an unsere Gemeinschaft richten: Es ist an der Zeit, uns auf die verbindenden Kräfte unserer gemeinsamen Werte zu besinnen und die Kraft des Dialogs wieder neu zu entdecken. Unser soziales Gefüge gleicht einem kunstvollen gestalteten Mosaik – vielfältig und wertvoll. Doch diese Schönheit ist bedroht, nicht durch äußere Feinde, sondern durch eine interne Zerrissenheit. Die wahre Gefahr liegt in der Ausgrenzung, im Verstummen eines lebendigen und vielschichtigen Diskurses und insbesondere in der Verweigerung, einander zuzuhören.

Das Fundament unserer Gemeinschaft

Unsere Gesellschaft ruht auf den Grundpfeilern Respekt, Toleranz und Kommunikation. Diese Werte sind der Kitt, der uns zusammenhält und uns als Gemeinschaft definiert. Doch in den letzten Jahren hat sich ein alarmierendes Muster herausgebildet: Menschen mit abweichenden Meinungen werden zunehmend ausgegrenzt. Anstatt ihre Stimmen als Bereicherung eines vielfältigen Diskurses zu sehen, werden sie oft als Bedrohung empfunden. Diese Entwicklung betrifft nicht nur extreme Positionen, sondern auch jene, die kritische Fragen stellen oder alternative Wege aufzeigen.

Die gefährliche Dynamik der Polarisierung

Diese Tendenz führt zu einer zunehmenden Polarisierung. Wir beginnen, unsere Mitmenschen als Gegner zu betrachten, anstatt sie als Mitbürger mit unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen. Die Sprache wird schärfer, hemmungsloser, die Gräben tiefer. Dies insbesondere in den sozialen Medien. Der demokratische Grundsatz der Meinungsvielfalt droht einer Einheitsideologie auf jeder politischen Seite zu weichen. Doch eine Gesellschaft, die Teile von sich selbst ausschließt, verliert ihre Stärke und Integrität.

Ausgrenzung: Eine zerstörerische Strategie

Ausgrenzung beraubt uns nicht nur der Möglichkeit, voneinander zu lernen, sondern verstärkt auch Radikalisierungstendenzen. Menschen, die sich ausgeschlossen fühlen, suchen oft Zuflucht in extremen Positionen. Dies führt zu einem gefährlichen Teufelskreis, in dem die Bereitschaft zum Dialog immer weiter schwindet. Eine Gesellschaft, die ihre Meinungsvielfalt verliert, wird anfällig für autoritäre Strukturen. Das ist heute schon zu beobachten. Ausgrenzung schadet nicht nur den Betroffenen, sondern schwächt unsere gesamte Gemeinschaft.

Die Illusion der vermeintlich moralischen Überlegenheit

Häufig wird Ausgrenzung mit dem Schutz der Demokratie gerechtfertigt. Es heißt, man müsse „klare Kante zeigen“, um die Demokratie zu schützen. Doch wie kann eine Demokratie gedeihen, wenn sie ihre eigenen Grundwerte – Toleranz, Meinungsfreiheit und Dialogbereitschaft – aufgibt? Diese Prinzipien sind keine Schwächen, sondern die Essenz einer lebendigen Demokratie. Wir müssen uns fragen: Wollen wir eine Gesellschaft, die sich in ihrer moralischen Überlegenheit verrennt, oder eine, die durch Meinungsvielfalt und Dialog Stärke zeigt?

Eine differenzierte Perspektive

Ein aktuelles Beispiel für diese Problematik ist die Diskussion um die sogenannte „Brandmauer“ zur AfD. Ohne Zweifel gibt es innerhalb dieser Partei Positionen, die mit unseren demokratischen Grundwerten unvereinbar sind. Diese müssen klar abgelehnt werden. Doch es wäre falsch, pauschal alle Wähler dieser Partei auszugrenzen. Viele von ihnen fühlen sich von den etablierten Parteien nicht mehr repräsentiert und suchen nach Alternativen. Sie zu verstehen, bedeutet nicht, ihre Positionen zu übernehmen, sondern ihre Sorgen ernst zu nehmen und konstruktiv zu begegnen.

Der Weg zur Überwindung von Spaltung

Die Überwindung gesellschaftlicher Gräben erfordert einen differenzierten Ansatz. Radikale Positionen müssen klar zurückgewiesen werden, doch zugleich gilt es, den Dialog zu fördern und die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen. Eine Politik, die zuhört und erklärt, ist gefragt – anstelle von Verurteilungen und Belehrungen. Nur durch Verständigung können wir die Spaltung überwinden und unsere Demokratie stärken.

Ein Aufruf zu Dialog und Verantwortung

Dialog ist der Schlüssel zu einer geeinten Gesellschaft. Er verlangt keine Aufgabe von Werten, sondern die Bereitschaft, zuzuhören, zu verstehen und Kompromisse einzugehen. Die Gefahr einer dauerhaften tiefen Spaltung ist real – siehe USA, aber nicht unausweichlich. Es liegt an uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen, Brücken zu bauen und eine Gesellschaft zu gestalten, die von Respekt, Meinungsvielfalt und Dialog geprägt ist. Nur so können wir die Schönheit unseres gesellschaftlichen Mosaiks bewahren und seine Zukunft sichern.

Stefan Matz, kurz vor Weihnachten 2024

23. Forum Krampnitz

Am 04.07. wurde beim 23. Forum Krampnitz das neue Energiekonzept PLUS für Krampnitz vorgestellt. Es nur als sehr ambitioniert und technologieoffen zu bezeichnen, wäre deutlich untertrieben. Das ist wirklich richtig gut. Am Ende kommt es auf die Realisierbarkeit der Gamechanger Tiefengeothermie und Strom aus erneuerbaren Energien an. Wenn das gelingt, kann die Energieversorgung von Krampnitz sogar über das neue Viertel hinaus einen positiven Beitrag zur Potsdamer Energieversorgung liefern. Das kommt dann allen PotsdamerInnen zugute.

neuer Mülleimer am Schulweg

neuer Mülleimer am Schulweg

Die Regenbogenschule hatte sich kürzlich einen Papierkorb am Schulweg gewünscht. Tina Lange hatte den Wunsch in den Ortsbeirat eingebracht, denn das ist aus pädagogischer Sicht natürlich sehr sinnvoll und die Lösung war danach nur einen Anruf entfernt. Da sag nochmal jemand, die Potsdamer Verwaltung arbeitet nicht schnell, effektiv und pragmatisch.