Aus dem Stand 43,8%

Spitzenergebnis der Bürger_Innen-Initiative Fahrland bei der Ortsbeiratswahl

Aus dem Stand erzielt die Bürger_Innen-Initiative Fahrland 43,8% bei der Ortsbeiratswahl am 26.05.2019 in Fahrland. Damit konnten wir 4 der 9 Mandate erringen und sind gleichzeitig stärkste politische Kraft im künftigen Ortsbeirat.

Das ist für uns ein phantastisches Ergebnis. Wir konnten unsere Wähler*innen wohl durch unser nicht nachlassendes Engagement in Sachen Infrastruktur, Verkehr, sicherer Schulweg und vieles mehr überzeugen. Wir sind dankbar für das in uns gesetzte Vertrauen und werden uns in den kommenden fünf Jahren ambitioniert für die Umsetzung der von uns gesetzten Schwerpunkte einsetzen.

Nochmals vielen Dank an unsere Wählerinnen und Wähler aber generell auch an alle, die ihr demokratisches Recht zur Wahl in Anspruch genommen haben. Denn: Veränderungen fangen vor der Haustür an.

Feuerwerk der Ideen

Erste Zukunftswerkstatt der Bürger_Innen-Initiative Fahrland mit reger Teilnahme

Ein zentraler attraktiver Ortskern rund um den Dorfanger, den Kaiserplatz als Treffpunkt und Ortsmitte, Schrebergartenkolonien statt noch mehr Bebauung, eine Gestaltungssatzung für Gärten, Häuser und Laternen, ein Bürgerhaus für alle, mehr Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, bessere Busverbindungen, eine Website mit allen Infos über Fahrland, gar kein Durchgangsverkehr, keine LKWs, ein Bioladen, Baumpatenschaften, eine gemütliches Restaurant, eine Ehrenamtsbörse, ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit Fachärzten und Apotheke im Semmelhaack-Gebäude an der Ecke Von Stechow-Straße/Am Upstallgraben, ein Fußgängerüberweg in der Ketziner Straße auf Höhe des Bäckers…

Das sind nur einige der Ideen, die am 14. Mai 2019 bei der ersten Fahrländer Zukunftswerkstatt im Gemeinderaum der Kirche geäußert wurden. Rund 40 Fahrländerinnen und Fahrländer haben sich an diesem Tag auf Einladung der „Bürger_Innen-Initiative Fahrland“ zusammen gefunden, um in den vier Themengruppen „Engagement und Teilhabe“, „Infrastruktur, Wirtschaft und Versorgung“, „Kommunikation“ und „Lebensqualität“ ihre Vision von einem lebenswerten Fahrland zu entwickeln. Die Zukunftswerkstatt wurde profesionell angeleitet von der Kommunikationstrainerin Annika Breuer.

Schon bei den Ausgangsfragen „Was stört uns?“ und „Was läuft schon gut?“ entwickelten sich rege Diskussionen in den Gruppen. Das alte Dorf ist nicht mehr, was es war. Wenn Fahrland nicht als Dorf, sondern als großer neuer Stadtteil Potsdams gesehen wird – was folgt daraus für seine Entwicklung? Schlafstadt, „Sardinenbüchsenstil“ der neuen Häuser, zu wenig Grün, unsichere Fußwege, zu wenig Läden, Ärzte, Treffpunkte – all das wurde angeprangert. Der Anglerverein braucht Unterstützung bzgl. seines Grundstücks am Fahrländer See. Für mehr Sauberkeit im Ort muss einiges getan werden. Hundehaufen bleiben liegen, Schulkinder schmeißen ihren Müll achtlos weg, während sie den Trampelpfad über das Feld oder durch den Wald zur Regenbogenschule gehen.

Etliche ungelöste Aufgaben, die schon länger im Ortsbeirat und in der Stadtverordnetenversammlung auf der Tagesordnung standen, fehlten auch hier nicht: die dringend benötigten Radwege Richtung Marquardt und Satzkorn, der lang ersehnte Ausbau des Bahnhofs Marquardt sowie ausreichend Kita- und Schulplätze, um nur einige zu nennen.

Nach der Sammlung vieler guter Ideen überlegten die Moderatoren der Bürgerinitiative gemeinsam mit den Teilnehmern, welche der Ideen so attraktiv und realistisch sind, dass man sich sofort an die Umsetzung machen könnte. Vielleicht gibt es schon bald eine Veranstaltung mit Fachleuten zum Thema „Grün“ in Fahrland, bei der man erfahren kann, was hier gut wächst und wie man seinen Vorgarten schön gestalten kann. Für die Idee der Saatbombenaktion fand sich schon während der Veranstaltung ein Sponsor: Landwirt Helmut Querhammer will das entsprechende richtige Saatgut zur Verfügung stellen. Damit es auch in den sandigen Ecken von Fahrland bald grünt und blüht.

Das Angebot der Fahrländer Vereine kann man vielleicht bald auf einem gemeinsamen Fest kennen lernen. Überhaupt scheint den Fahrländern das Feiern wichtig. Ein Erntedankfest mit Festumzug könnte wieder statt finden und ein zünftiger „Tanz in den Mai“, vielleicht schon im nächsten Jahr? Ein großes „Schwarzes Brett“ für „Tausche, Biete, Suche“ soll in der Nähe des Nahkaufs angebracht werden.

Durch einen entsprechenden Antrag im Ortsbeirat könnte es vielleicht bald eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Hauptstraßen Ketziner, Marquardter und Gartenstraße auf 30 km/h geben.

Und vielleicht wird das „vielleicht“ bald aus diesem Text gestrichen. Los geht’s lieber Ortsbeirat, Fahrländer Vereine und Initiativen, Kirche, Schule, Gewerbetreibende und liebe Fahrländer und Fahrländerinnen! Die Bürger_Innen-Initiative Fahrland bedankt sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern, freut sich auf die Realisierung der Ideen und plant eine Fortsetzung.

Ein Text von: Susanna Krüger

In der Zukunftswerkstatt war es ein Thema. Unsere Kita Fahrländer Landmäuse setzt die Umwelterziehung der Kleinen schon vorbildlich um.

14476 – kein Anschluss unter dieser Nummer

Nun ist es amtlich. Der ohnehin schon knappe Zeitplan zur Realisierung der Tram in den Norden ist geplatzt. Eine Realisierung erfolgt nicht vor 2028 und dann auch nur bis Krampnitz. Unser OB Schubert „bittet“ die ProPotsdam die Vermarktung des Krampnitzer Baulands zu bremsen, um einen endgültigen Verkehrsinfarkt abzuwenden.
Umso stärker müssen eine sinnvolle Verkehrslenkung und Entwicklung für die hiesigen Anwohner schnellstmöglich initiiert und umgesetzt werden.

https://m.pnn.de/potsdam/verzoegerung-strassenbahn-in-den-norden-erst-jahre-spaeter/24337360.html

Aufstockung der Schule verzögert sich

Nun ist es amtlich. Nachdem sich schon mehrere Eltern über den Abbau des Absperrzaunes an der Baustelle der Regenbogen-Schule wunderten, informierte der KIS am 30.04.2019 im Bildungsausschuss, was es damit auf sich hat. Es habe sich kein Bauunternehmen finden lassen, welches das Vorhaben in der avisierten Zeit hätte umsetzen können. Nun muss das Vorhaben erneut ausgeschrieben werden und der KIS prognostiziert die Fertigstellung erst zum Januar 2020 (!!!). In der Zwischenzeit soll ein Container den Platzmangel überbrücken. Dieser kommt jedoch frühestens im Oktober 2019 und somit viel zu spät für den Start mit drei neuen ersten Klassen. Somit zeigt sich leider wieder, dass es in der Verwaltung anscheinend erhebliche strukturelle Probleme gibt und man lieber alle Wege für gewisse Bauunternehmen ebnet, als sich um das Wachstum und die damit einhergehenden Anforderungen an die Infrastruktur zu bemühen. Wir bleiben dran und fordern für das Wohl aller Grundschulkinder die bestmögliche Lernumgebung ein.

Aus dem Schulentwicklungsplan von 2014: „Auf der Grundlage dieser Annahmen ist davon auszugehen, dass die Regenbogenschule spätestens zum Schuljahr 2016/2017 an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Versorgung eines weiteren Grundschulzugs gewährleistet sein. Prinzipiell ist eine Erweiterung um einen Zug auf dem bestehenden Standort möglich (siehe Kapitel V.7 Handlungskonzept „Grundschulnetz“).“ Die Entwicklung kam für die Verwaltung also TOTAL ÜBERRASCHEND.

Setzen, sechs!

Datenschutzverstoß bei der Auslegung des B-Planes Ketziner 22

Bei der Öffentlichen Beteiligung zum B-Plan Ketziner Straße 22 in Fahrland sind private Daten von Anwohner_innen durch die Stadtverwaltung veröffentlicht worden. Dies ist bereits der zweite Fall allein in Fahrland. Stefan Matz fragt: „Was läuft da schief im Rathaus?“ Die Landesdatenschutzbeauftragte hat sich des Falls angenommen.
Den Entwurf des B-Plans findet man hier:

https://www.potsdam.de/bebauungsplan-nr-161-wohnanlage-ketziner-strasse-ot-fahrland

Stellungnahmen können noch bis 17. Mai abgegeben werden.

Artikel in den PNN: https://www.pnn.de/potsdam/bauverwaltung-veroeffentlicht-namen-datenschutzpanne-in-potsdam-hat-folgen/24270324.html