Offener Brief der Elternvertretenden zum gefährlichen Zustand des Sportplatzes der Regenbogengrundschule Fahrland

Die Eltern der Regenbogenschule haben – wie wir finden zu Recht – einen Offenen Brief verfasst, den wir hier gern teilen:

Offener Brief zum gefährlichen Zustand des Sportplatzes der Regenbogengrundschule Fahrland

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Stadtverordnete,

sehr geehrter Herr Richter,

der Sportplatz der Regenbogengrundschule Fahrland ist seit Jahren in sehr schlechtem Zustand, ohne dass etwas dagegen unternommen wird. Sämtliche bisherige Eingaben von Schule, Eltern, Ortsbeirat, Vereinen etc. wurden immer abgewiesen. Begründung dafür war, dass der Sportplatz mit der geplanten dreizügigen Erweiterung der Schule ohnehin neu gemacht wird. Nun ist dieser Bebauungsplan zwar in Aufstellung, wird sich aber noch mehrere Jahre hinziehen, ebenso wie danach auch der Bau noch Jahre dauern wird – laut Herrn Richter bis mindestens 2026/27.

Der Sportplatz ist mittlerweile aber in so desolatem Zustand, dass wir einen Hilferuf an Sie richten. Es besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr für unsere Kinder bei der Nutzung. Die Laufbahn ist stark löchrig und uneben, der Fußballplatz in der Mitte ist ebenfalls mit Löchern versehen, die Tribüne ist in sehr schlechtem Zustand, das Absprungbrett der Weitsprunganlage ist rutschig und nicht mehr gefahrlos nutzbar und überall wuchert Unkraut, das ebenfalls zur Stolperfalle wird, um nur einige Probleme zu nennen (siehe Fotos).

In der Elternkonferenz Anfang Oktober wurde durch die Schulleiterin bekannt, dass es seitens der Schule mittlerweile mehrere Gefährdungsmitteilungen und auch Gefährdungsbeurteilungen gab, ohne dass etwas daraus folgte. Aus einhelliger Sicht hätten daraus Teilschließungen des Sportplatzes und eine umgehende Behebung der gröbsten Schäden folgen müssen. Passiert ist jedoch bisher nichts. Es drängt sich die Vermutung auf, dass man uns vertrösten will so lange noch nichts passiert ist, um Geld zu sparen, denn die Mängel sind der Stadt lange bekannt.

Wir Eltern sind ebenso wie die Schule und die drei den Sportplatz nutzenden Vereine SV Schwarz-Weiß Fahrland 2018 e. V., Frischauf Fahrland e. V. und Anglerfreunde Fahrland e. V. sehr besorgt um die Gesundheit unserer Kinder und aller dort trainierenden Sportlerinnen und Sportler. Es gibt in Fahrland und der näheren Umgebung keinerlei Alternativen, die die Schule und Vereine für den Sportunterricht und Vereinssportangebote nutzen könnten. Wir sind auf den Sportplatz vor Ort dringend angewiesen.

Daher fordern wir gemeinsam mit den Vereinen, dass der verwahrloste Sportplatz bis zum Beginn der neuen Outdoor-Periode im Frühjahr 2023 in einen Zustand versetzt wird, der eine Nutzung bis zum möglichen Neubau der Anlage weiter gefahrlos ermöglicht. Beweisen Sie ein Herz für die mehreren hundert Kinder, die gerade nach den letzten schwierigen Corona-Jahren endlich wieder uneingeschränkt Sport machen können sollen – als Beitrag FÜR ihre Gesundheit und nicht mit einer Gefährdung derselben. Der augenblickliche Zustand bedarf einer unverzüglichen Behebung, zumal es sich beim Schulsport auch um pflichtige Aufgaben der Kommune als Träger der Schule handelt.

 

die Eltern der Elternkonferenz 2022/23 der Regenbogengrundschule Fahrland,
vertreten durch die Schulelternsprecherin Kristin Wege,

unterstützt durch die Vereine

– SV Schwarz-Weiß Fahrland 2018 e. V.

– Frischauf Fahrland e. V. und

– Anglerfreunde Fahrland e. V.

Filmprogramm zur 825-Jahr-Feier

Die 825-Jahr-Feier ist nur noch gut 3 Wochen hin und als Einstimmung gibt es hier schonmal das Filmprogramm für den Freitagabend – natürlich Filme mit Fahrland-Bezug 🙂

Ortseingangsschilder mit Wappen Fahrlands aufgestellt

Fahrland begeht vom 27. bis 29. Mai 2022 seine 825-Jahr-Feier mit einem großen Festwochenende. Der Ortsbeirat hatte anlässlich dieser Feierlichkeiten bereits im vergangenen Jahr ein eigenes Wappen für Fahrland entwickeln, in einem Wettbewerb abstimmen und in die „Deutsche Ortswappenrolle“ beim Herold e. V. eintragen lassen. Das neue Wappen wird zur 825-Jahr-Feier feierlich eingeweiht werden. In Vorbereitung darauf hat der Ortsbeirat bereits an allen 3 Ortseingängen Ortseingangsschilder aufstellen lassen.

Tina Lange, die das Projekt für den Ortsbeirat und die BI Fahrland koordinierte, dazu: „Wir freuen uns, dass pünktlich ein Monat vor den Feierlichkeiten die drei weithin sichtbaren Eingangsschilder mit unserem neuen Wappen montiert wurden. So heißen wir unsere Einwohner*innen und unsere Gäste immer willkommen, egal ob sie aus Richtung Neu Fahrland, Marquardt oder Satzkorn/Priort kommen. Das Beste daran ist der variable Einschub unter dem Wappen. Hier kann der Ortsbeirat ab sofort auf große Veranstaltungen im Ortsteil hinweisen, sodass alle wissen, wann wieder ein Fest o.ä. stattfindet – ein echter Service für unsere Fahrländer*innen.
Wir danken der Landeshauptstadt Potsdam, die die Finanzierung über unser Ortsteilebudget vorgenommen hat und der ausführenden Firma BBB Werbeteam aus Groß Glienicke, die auch bereits das Groß Glienicker Schild betreut.“

GASTBEITRAG der Anwohnerinitiative Ketziner Str. (Rede im OBR)

Hier ein Gastbeitrag zum aktuellen Informationsstand der geplanten Bebauung an der Ketziner Str. (ehemals Ketziner 22). Es handelt sich hier um betroffene Anwohnende und diesen Beitrag im Rahmen des Rederechts im Ortsbeirat kundgetan haben.

Hier der Beitrag:

„Sehr geehrte Ortsbeiratsmitglieder                                                  Fahrland, 18.August 2021

Vielen Dank für das eingeräumte Rederecht…

Heike Jezewski ist in Fahrland aufgewachsen und hat seither mit der Pflege in Potsdams Norden zu tun. Sie ist Geschäftsführerin des ambulanten Pflegedienstes Backschies, welcher sich vor 30 Jahren direkt im Ortsteil Fahrland gegründet hat. Die Namensgeberin, nämlich die Mutter von Frau Jezewski, war bis zur Gründung des Pflegedienstes als Gemeindeschwester in Fahrland tätig. Das Tätigkeitsfeld war weit über den Norden Potsdams ausgedehnt. Die Vergrößerung des Pflegedienstes machte eine Bürosuche nach größeren Räumen nötig, der Pflegedienst zog zunächst nach Neu Fahrland und dann jenseits der Friedensbrücke. Heute ist das Tätigkeitsfeld ausschließlich im Norden von Potsdam. Seit dem Jahr 2004 ist der Pflegedienst Träger einer Betreuten Wohnanlage in Groß Glienicke mit max. 40 Plätzen.

Unstrittig ist, dass Menschen heute deutlich älter als früher werden, damit erhöht sich unweigerlich auch die Zahl von pflegebedürftigen Bürgern. Dies stellt nicht nur die Pflege vor eine große Aufgabe, sondern auch die Politik. Inzwischen haben auch Investoren erkannt, dass mit Pflege Geld verdient werden kann.

Mit der „Kleinen Anfrage“ – „Stand der Bedarfsplanung für Pflegeangebote in Fahrland“ wurde versucht, einen Sachstandsbericht zur Situation zu schaffen. In der Beantwortung der Anfrage wird darauf hingewiesen, dass es im gesamten Sozialraum I keine vollstationäre Pflegeeinrichtung gibt. Ein stationäres Pflegeheim in Fahrland, welches der Investor schon gebaut haben könnte, lässt weiter auf sich warten.

Weiter wird ausgeführt, dass eine singuläre Betrachtung von Ortsteilen nicht sinnvoll ist und Pflegeleistungen nicht zwingend im selben Ort zu verorten sind. Daher wird in dieser Betrachtung der Sozialraum I-III in den Fokus genommen. Mögliche Unterstützung im Alter bis hin zur Pflege ist sehr individuell.

Nicht zu wenige Einrichtungen sind das Problem bei der Pflege, sondern die fehlenden Mitarbeiter:innen. Pflegedienste können dadurch nicht mehr wie früher, entsprechend den Bedarfen wachsen. Die drei Pflegedienste des Nordens haben in den letzten Jahren deutlich an Mitarbeitern verloren. (Pflegedienst Backschies von 68 Mitarbeitern auf 43) Durch diese Tatsache muss Pflege oft abgelehnt werden.

Für welche ortsansässigen älteren Bürger ist diese geplante Einrichtung überhaupt interessant? Nach den vorgelegten Plänen des Investors soll in Fahrlands zentraler Lage ein überwältigender Bau der Pflege mit eher städtischem Charakter entstehen! Hier sollen Apartments gebaut werden – also Wohnungen – seniorengerecht – mit dem Angebot von Serviceleistungen. Vorstellbar, wie das Leben in einem Hotel. Wenn pflegerische Tätigkeiten notwendig werden, können sie ergänzt werden durch die Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes.

Einziehen können hier vorausschauende, rüstige Fahrländer:innen, die mit zusätzlichen Annehmlichkeiten sich selbst gut versorgen können. Kommt es zu Selbstversorgungseinschränkungen können sie, wenn sie Glück haben, mit dem ambulanten Pflegedienst die Defizite ausgleichen. Voraussetzung: Ein Pflegedienst hat freie Kapazitäten! Bei wirklicher Pflegebedürftigkeit – Pflegegrad 3 und höher – wird dann ein Umzug in eine vollstationäre Pflegeeinrichtung nötig – fehlt aber bisher in Fahrland.

Auch der Pflegdienst Backschies ergänzt mit Pflegeleistungen an anderen Stellen Senioren- Einrichtungen, wie bei der Art, die hier entstehen soll, wo der vor Ort tätige Pflegedienst an seine Kapazitätsgrenzen kommt. Mehr Einrichtungen für die Pflege schaffen nur oberflächlich gesehen das Pflegeproblem ab. Es führt vielmehr eher dazu, dass Pflegekapazitäten sich am Markt verschieben und dadurch kleine Einrichtungen verdrängt werden.

Kommt es aber zur Pflegebedürftigkeit, beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt, erfolgt häufig der Hinweis, dass die Pflege im Servicewohnen nicht sichergestellt ist. Die Pflegekultur hat sich in den letzten 30 Jahren sehr verändert, aufwändige Pflege findet selten mehr zu Hause statt, sondern dann in stationären Einrichtungen.

Nach Gesprächen mit einem Potsdamer Krankenhaus-Sozialdienst sind Unterbringungen in Pflegeeinrichtungen derzeit gut möglich. Die letzten stationären Aufnahmen der Patienten aus dem Krankenhaus sind nicht etwa in den drei stationären Einrichtungen des Potsdamer Nordens, erfolgt, stadtnahe Einrichtungen waren preislich attraktiver. Nur am Rande sei bemerkt, dass insbesondere für ältere Berliner – Potsdamer Einrichtungen, ob Servicewohnen oder vollstationäre Pflege, preislich sehr attraktiv sind

In letzter Zeit wurden tatsächlich keine Kapazitätsengpässe bemerkt. Auch der Pflegedienst Backschies hätte im Betreuten Wohnen Plätze frei. Aber: Es gibt zu wenig Mitarbeiter. Um gute Pflege sicherzustellen, bleiben diese Plätze frei.

Kleine Wohneinheiten – Ja!, Aber braucht Fahrland wirklich 80 seniorengerechte Wohnungen in dieser Art, in der Ortsmitte, in ortsuntypischer Bauweise, um den Pflegebedarf zu decken? Richtige Pflege kann aus den schon genannten Gründen zunehmend immer weniger durchgeführt werden.

Oder sollen hier für weitere Ortsteile Kapazitäten geschaffen werden?

Oder wird auf zahlungskräftigen Zuzug aus den städtischen Gebieten einschließlich Berlins gesetzt?

Werden 80 Apartments gebraucht, um vermeintlich nur so wirtschaftlich arbeiten zu können??? – auch andere Servicewohneinrichtungen mit weniger Plätzen arbeiten effizient und auch der Pflegedienst Backschies arbeitet wirtschaftlich mit 40 Plätzen!!!

Ist es das Interesse von Ihnen, unseren Ortsbeiratsmitgliedern, tatsächlich den pflegerischen Bedarf unserer älteren Menschen mit diesem Bauwerk hier im Ort zu decken?

Pflegedienste sind gerne in diesen Einrichtungen tätig, weil mit kurzen Wegen effektiv gearbeitet werden kann, ABER die älteren Menschen, die noch zu Hause wohnen möchten und auch auf pflegerische Unterstützung angewiesen sind, könnten dadurch eine Absage bekommen…

Heike Jezewski                                                                                 Esther Raudszus-Walter“