Temporärer Erweiterungsbau der Fahrländer Kita endlich eröffnet

Am Montag, dem 04.06. ist nach über einem Jahr seit öffentlichem Bekanntwerden (und wesentlich mehr Zeit davor, da der Zustand vorhersehbar war) der unhaltbaren Kinderbetreuungssituation in Fahrland endlich der Modulbau für 60 Kinder von 1 Jahr bis zum Schuleintritt eröffnet worden. Schön sieht er aus, modern und gar nicht wie ein Übergangsbau.

Leider muss man aber auch festhalten, dass dieser Modulbau nicht reicht und es weiterhin einen akuten sofortigen weiteren Bedarf von mehr als 20 weiteren Plätzen gibt. Außerdem hat so ein vereinfacht gebauter Modulbau eine Betriebsgenehmigung für maximal 5 Jahre, Daher muss unbedingt am Bau und der rechtzeitigen Fertigstellung der 2. Kita zum Sommer 2019 durch den Kommunalen Immobilien-Service festgehalten werden.

Hier die Pressemitteilung der Stadt Potsdam mit Fotos dazu.

Und ein schöner Beitrag in den PNN gibt es auch. Dabei wurde auch die Debatte um die zu höhen Kita-Beiträge mit einem schönen Zitat von Thmoas Liebe erwähnt: „Am Rande des Eröffnungstermins spielte auch die Debatte um die vom Rathaus über Jahre zu hoch angesetzten Kitabeiträge eine Rolle. Dabei forderte Thomas Liebe, langjähriger Chef des Kitaträgers Treffpunkt Fahrland e.V., von der Stadtpolitik einen Grundsatzbeschluss zur Rückzahlung. In der Frage zu bremsen, sei politisch wie moralisch nicht akzeptabel.“ Wir können das nur so unterstützen.

Stellungnahme der BI Fahrland zum Bebauungsplanentwurf Nr. 132 „Am Friedhof“ – Nachahmen erwünscht

Noch bis  Freitag, dem 08. Juni 2018 können alle Bürger_innen schriftliche Stellungnahmen zum Bebauungsplan Nr. 132 Am Friedhof einreichen, per Email oder per Post. Dort kann alles enthalten sein, was auch persönlich an dem Bebauungsplan im Allgemeinen oder im Konkreten stört. Alle Infos dazu gibt es hier im Internet.

Es ist wichtig, dass möglichst viele Stellungnahmen von jedem Einzelnen dort eingehen, um Veränderungen zu erreichen und deutlich zu machen, dass die Menschen vor Ort mit dem derzeitigen Plan nicht einverstanden sind. Auch wir haben eine Stellungnahme eingereicht und pressewirksam veröffentlicht sowie an alle Stadtverordneten gesandt. Diese könnt ihr unten nachlesen. Unsere Argumente dürfen gern auch verwendet werden. Besser sind aber noch eigene Formulierungen und das Vorbringen der unmittelbaren persönlichen Betroffenheit – dies kann die BI Fahrland natürlich nicht machen.

Wenn es keine Einwände gibt, wird der Bebauungsplan ungeändert in der vorliegenden Form beschlossen! Dann droht der Verlust der Garagen, der Erholungsgärten, der zahlreichen Bäume, Hecken und Wiesen, der Verlust von ausreichendem Parkraum, der Bau zu enger und damit im Gefahrenfall unpassierbarer Straßen sowie der Bau unbezahlbarer teurer Häuser!

In den Bereichen: Interessen der derzeitigen Nutzerinnen und Nutzer, Umwelt- und Klimaschutz, sozialer Wohnungsbau, ausreichende Parkplatzversorgung und sichere Straßenbreiten für alle Verkehrsteilnehmer_innen sollten daher dringend Änderungen vorgenommen werden. Darüber hinaus sollte eine weitere Bebauung Fahrlands nicht in Frage kommen, solange die drängenden Probleme der Grundversorgung, der Kinderbetreuung sowie der Verkehrsinfrastruktur in und um Fahrland nicht geklärt sind.

Die Adressen sind: Landeshauptstadt Potsdam, FB Stadtplanung und Stadterneuerung, Bereich Verbindliche Bauleitplanung, z. Hd. Fr. Kühn, Hegelallee 6-10, 14461 Potsdam
Email: Bauleitplanung@Rathaus.Potsdam.de
Betreff: Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs Nr. 132 „Am Friedhof“ (OT Fahrland)

 

Hier unsere Stellungnahme:

Sehr geehrte Stadtverordnete,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Bürger_innen-Initiative Fahrland möchte hiermit zum derzeitigen Entwurf des Bebauungsplans Nr. 132 „Am Friedhof“ Stellung nehmen. Nachfolgend möchten wir Sie auf einige unserer Meinung nach wichtige Punkte aufmerksam machen und Sie dringend bitten, diese in Ihren Beratungen zu berücksichtigen. Mit dem derzeitigen Entwurf des Bebauungsplanes sind wir nicht einverstanden.

Sozialer Wohnungsbau

Es gibt in Fahrland wie in weiten Teilen Potsdams einen hohen Bedarf an preiswertem Wohnraum. Darüber hinaus fehlt es in Fahrland gänzlich an kommunalem Wohnungsbau, wodurch bestimmte Gruppen von Menschen hier keine Wohnung finden, weil ihnen aufgrund ihres Status (z. B. Hartz-4-Beziehende, anerkannte Flüchtlinge) nachweislich keine Wohnungen von den privaten Vermietern angeboten werden.

Wir fordern, dass die bauliche Nutzung in den Bereichen WA4 und WA5 (Hausgruppen) so angepasst wird, dass dort Mehrfamilienhäuser im Geschosswohnungsbau mit 50 % Belegungsbindung für den sozialen Wohnungsbau entstehen können. Diese sind für die Steuerbarkeit in kommunaler Hand zu errichten und zu vermieten. In unmittelbarer Umgebung stehen bereits mehrere solche Häuser (Döberitzer Str. 16, 18 und 20 sowie Pastor-Moritz-Straße), sodass eine Einfügung in die Umgebung gegeben ist.

Bauordnungsrechtliche Festsetzungen zur Nutzung von Sonnenenergie

Die bauordnungsrechtlichen Festsetzungen hinsichtlich der Nutzung von Sonnenenergie widersprechen unserer Meinung nach dem von Ihnen beschlossenen klimapolitischen Leitbild der Landeshauptstadt Potsdam. Sie sind unangemessen streng und verhindern die Nutzung und den Ausbau regenerativer Energien.

Wir fordern daher eine Änderung der bauordnungsrechtlichen Festsetzungen dahingehend, dass auch aufgeständerte Anlagen sowie die nicht matte Ausführung von Anlangen der Photovoltaik und der Solarthermie zulässig sind.

Erhalt von wertbestimmendem gebietsprägendem Baumbestand

Im Bebauungsplan fehlen genaue Zahlen- und Ortsangaben zum vorhandenen wertbestimmenden gebietsprägenden Baumbestand im Plangebiet mit einer zwingenden Beurteilung festzusetzender Bäume, größerer Hecken und Gebüsche. Dies wurde bereits in der Stellungnahme zum Naturschutz (Fachbereich Bauaufsicht, Denkmalpflege, Umweltschutz) am 29.07.2014 im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung angemahnt:
„Es fehlen […] in der Bestandserfassung noch Zahlenangaben zu dem im Plangebiet vorhandenen Baumbestand. Es sollte eine Erfassung und Darstellung des wertbestimmenden gebietsprägenden Baumbestandes erfolgen, auf deren Grundlage eine Beurteilung eventuell festzusetzender Bäume vorgenommen werden kann. Der bisherige Entwurf nimmt bisher zu wenig Bezug auf den gebietsprägenden schützenswerten Altbaumbestand.“ Weiterhin fehlen im Bebauungsplanentwurf Angaben zu Auswirkungen der Bebauung auf Menschen, Gebäude, Flora und Fauna hinsichtlich des Grundwasserspiegels.

Wir fordern eine Berücksichtigung dieser Stellungnahme auch im Sinne des Erhalts der im Bebauungsplan genannten klimatischen Ausgleichsfunktion (Sauerstoffproduzent, Staub- und CO2-Filter, Lärmschutz etc.), des Umweltschutzes (Lebensraum für zahlreiche Tierarten) sowie der Erholungsfunktion im Ortsteil.

Infrastruktur

Die regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming als Träger öffentlicher Belange gemäß §4 BauGB, vertreten durch den Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs, schreibt bereits in ihrer Stellungnahme vom 24.07.2014 im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung: „Die beabsichtigte Entwicklung der Flächen zu einem Wohnstandort […] ist […] nachvollziehbar. Jedoch sollte sich ein neuer Siedlungsschwerpunkt […] an einer tragfähigen Grundversorgung orientieren. Neben einem festen Angebot an Lebensmitteln gehören hierzu auch Schule, Kita und allgemein-medizinische Versorgung. Defizite in der Grundversorgung, wie zum Beispiel im Ortsteil Fahrland […] sind aus raumstruktureller Sicht unzumutbar.“ Dem können wir nur beipflichten, die seitdem erfolgten Veränderungen sind bei weitem nicht ausreichend, wie wir bei Bedarf nachweisen können.

Wir fordern, dass die Defizite in der Grundversorgung (Schul-, Kita-, Krippen- und Hortplätze, Ausweisung von Flächen für weitere Ansiedlung von (Dienstleistungs-) Gewerbe, medizinische Versorgung etc.) vollständig zu beheben sind, bevor eine weitere Bebauung beginnt.

Verkehrsinfrastruktur im Plangebiet

Zur Anbindung des Ortsteils durch den öffentlichen Personennahverkehr wurden durch die Planung der Straßenbahnverlängerung bis zur Regenbogenschule kürzlich wichtige und die richtigen Weichen gestellt. Allerdings sehen wir, dass im Plangebiet hinsichtlich der Verkehrsinfrastruktur die gleichen Fehler gemacht werden, wie z. B. im Geltungsbereich des Bebauungsplan F 3 „Am Upstallgraben“.

Der Bebauungsplan F 3 „Am Upstallgraben“ legt für nahezu 3/4 der Verkehrsflächen fest, dass diese als verkehrsberuhigter Bereich auszugestalten sind. Dem ist der Vorhabenträger aber aus baulicher Sicht nicht nachgekommen, wodurch eine Ausweisung als verkehrsberuhigter Bereich nach Angaben des „Fachbereichs Grün- und Verkehrsflächen – Untere Straßenverkehrsbehörde“ vom 27.12.2017 nicht möglich ist. Die Nichtumsetzung der Vorgaben des Bebauungsplans durch den Vorhabenträger hat weitreichende Folgen. Einerseits fehlt es durch die Nichtausweisung als verkehrsberuhigter Bereich an einem generellen Verbot des Parkens auf Straßenflächen, andererseits ist die Breite der Straßen mit parkenden Autos zu gering, um Rettungskräften eine problemlose Anfahrt zu ermöglichen. Tatsächlich musste die Freiwillige Feuerwehr Fahrland eine Einsatzübung im Dezember 2017 abbrechen, da sie durch parkende Autos nicht an den geplanten Einsatzort gelangen konnte. Diese Fehler, die im Ernstfall Menschenleben kosten können, sind im Plangebiet unbedingt zu vermeiden. Dazu sind auch die Straßenbreiten durchgängig auf mindestens 7,1 m zu erhöhen.

Hinsichtlich der Anzahl der im Plangebiet ausgewiesenen Parkflächen müssen wir uns für unsere Fahrländerinnen und Fahrländer entschuldigen. Diese bevorzugen scheinbar immer noch die Nutzung des Autos gegenüber der Nutzung der vorhandenen U-Bahn, Regionalbahn und Straßenbahn (Wir entschuldigen uns für den Sarkasmus.). Prinzipiell können wir die Intention der Ausweisung von nur 0,5 Parkplätzen pro Wohneinheit natürlich nachvollziehen, nur passt sie im Jahr 2018 leider nicht in den ländlichen durch öffentlichen Personennahverkehr nur dürftig erschlossenen Raum. Wir möchten daher einen konstruktiven Vorschlag unterbreiten: Zu den derzeit ausgewiesenen Parkflächen werden weitere ausgewiesen, die ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Straßenbahnanbindung rückgebaut werden können. Die Flächen können dann renaturiert oder für andere Zwecke eingesetzt werden. Die Anzahl sollte sich am derzeitigen reellen Bedarf orientieren, insbesondere bei den Stellflächen am Friedhof (auch Hole- und Bringeverkehr der Regenbogengrundschule mit Vorschule und Hort) und vor den Bestandsgebäuden, aber auch innerhalb des entstehenden Wohngebiets. Hierbei wird auch auf bereits erfolgte Beschlüsse des ortskundigen Ortsbeirates verwiesen, denen die Stadtverordneten aus unerfindlichen Gründen bisher nicht gefolgt sind.

Spielfläche für Kinder

Es ist davon auszugehen, dass viele Familien mit Kindern in das Plangebiet ziehen werden. Für diese ist im Plangebiet ein Spielplatz herzustellen, da die bisher existierenden Spielplätze nur für die aktuelle Anwohnerzahl dimensioniert sind und es im dörflichen Ortskern ohnehin an Spielplätzen mangelt. Wir möchten einen Standort entlang des geplanten Schulweges im Norden des Plangebiets am Wendehammer der Planstraße B vorschlagen. Dies würde auch den geplanten sanften Übergang ins Landschaftsschutzgebiet stützen und wäre durch den Schulweg und den fehlenden Autoverkehr eine optimale Lage.

 

Sehr geehrte Stadtverordnete,

einige der von uns vorgebrachten Hinweise wurden bereits durch den Ortsbeirat bemängelt und als Änderungsantrag zum Auslegungsbeschluss 18/SVV/0007 eingebracht. Alle Anträge des ortskundigen Ortsbeirates wurden abgelehnt. Viele Punkte, die Sie Sich als Stadtverordnete auf die Fahnen geschrieben haben, wie Klima- und Umweltschutz, sozialverträgliche Mieten, echte Bürgerbeteiligung etc. sehen wir durch den Bebauungsplan nicht umgesetzt. Wir möchten Sie auffordern, hier gegenzusteuern.

Ihre Bürger_innen-Initiative Fahrland

 

Hier findet ihr die komplette Stellungnahme inklusive des offiziellen Anschreibens als pdf.

Container für die Kita wird endlich aufgestellt

Gestern und heute hat er endlich begonnen: Der Aufbau des Containers für 60 weitere Kinder in der Kita Fahrländer Landmäuse. Die kommenden 3 Monate werden dann noch für den Innenausbau und die Einrichtung benötigt. Zum 1. Juni soll endlich die leicht verschobene Eröffnung sein. Der Träger Treffpunkt Fahrland e. V. stellt dafür 9 weitere Erzieher_innen ein. Der Träger bestätigt, dass diese glücklicher Weise auch bereits gefunden sind.

Just ein Wermutstropfen bleibt: Trotz der 60 zusätzlichen Plätze bleiben weiterhin 27 Kinder akut unversorgt in Fahrland – neben vielen weiteren Kindern, deren Eltern unbequeme Lösungen in anderen Teilen Potsdams bereits in Anspruch nehmen mussten oder müssen.

Bericht aus der Bürgerversammlung vom 01.02.2018

Eingeladen hatte der Beigeordnete für Soziales, Jugend Gesundheit und Ordnung der Stadt Potsdam, Herr Mike Schubert, zusammen mit der Beigeordneten für Bildung, Kultur und Sport, Frau Noosha Aubel.

Thema: Kinderbetreuung, Versorgung mit Kita-, Hort- und Schulplätzen im Ortsteil Fahrland

Die Veranstaltung war in der Einwohnerversammlung vom 18.07.2017 zugesagt worden, damit die Stadt die Bewohner von Fahrland zu den oben genannten, dringenden Themen über den aktuellen Planungsstand auf dem Laufenden hält.

Anwesend im Gremium waren neben den beiden Beigeordneten der Stadt Potsdam

  • Herr Richter, Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service
  • Herr Tölke, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie
  • Herr Dr. Pokorny aus der Abteilung Statistik
  • Herr Wartenberg, Ortsvorsteher Fahrland
  • Herr Liebe, Geschäftsführer des Treffpunkt Fahrland e.V.

Ebenfalls im Publikum vertreten waren Frau Lewerenz (Schulleiterin der Regenbogenschule), Frau Schallau, (Hortleitung), Frau Döpke (Kitaleitung), Anja Matz (Schulelternsprecherin) sowie weitere Vertreter des Ortsbeirates, des Trägervereins, der Bürger_innen-Initiative, der Kita, Tagesmütter, Pressevertreter_innen und selbstverständlich zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger. Der Hortraum war mit ca. 70 Personen gut gefüllt.

Nach der allgemeinen Begrüßung durch Herrn Wartenberg und Herrn Schubert stellte Herr Pokorny die aktualisierte Bevölkerungsprognose der Stadt Potsdam in kurzen Zügen vor.
Daraus ergibt sich, dass die Gesamtbevölkerung von Potsdam im Zeitraum 2017 bis 2035 auf ca. 220.000 Einwohner und bereits 2020 auf 184.504 Einwohner anwachsen wird. Im Vergleich zur alten Prognose ist dies allein 2020 schon ein zusätzliches Plus von 6.756 Menschen, die natürlich nicht nur hier wohnen werden, sondern auch Infrastruktur in allen Bereichen brauchen.

Frau Aubel übernahm die Prognose von Herrn Pokorny und erläuterte, welcher zusätzliche Bedarf an Schulplätzen daraus für den Potsdamer Norden, speziell für Fahrland resultiert.

Für die Regenbogenschule Fahrland geht die Stadt Potsdam konkret von der folgenden Entwicklung aus:

Schülerzahlen (1.-6. Klasse):

  • 2017/2018: 306 (13 Klassen)
  • 2018/2019: 340 (14 Klassen)
  • 2019/2020: 368 (15 Klassen)
  • bis 2023/2024: 450 (18 Klassen)

Die Schule wird also ab sofort dauerhaft auf drei Züge pro Jahr aufwachsen, was eine komplette Erweiterung nötig macht, denn schon jetzt ist die Schule überfüllt.

In enger Absprache mit der Schul- und Hortleitung sowie dem Treffpunkt Fahrland e.V. hat sich die Stadt mit allen Betroffenen darauf verständigt, dass die Unterbringung der voraussichtlich auch wieder 3-zügigen 1. Klasse zum Schuljahr 2018/2019 nochmals in den bestehenden Räumlichkeiten stattfinden soll. Viele Bürger_innen wollen das jedoch noch nicht hinnehmen und schlugen beispielsweise einen einfachen Übergangscontainer für 1 Jahr vor, um zusätzliche Räume zu schaffen. Diese Möglichkeit wird nun erfreulicher Weise von der Stadt geprüft.
Spätestens zum Schuljahr 2019/2020 soll auf dem freien Grundstück neben dem Hortspielplatz ein großzügiges Übergangsmodul bereitstehen. Sobald dies fertig ist, beginnen in 4 Bauabschnitten in der Schule und Turnhalle die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten, die bis zum Schuljahr 2025/26 andauern werden. Ungünstig ist hierbei, dass nach der aktuellen Planung erst die alte marode Einfeldturnhalle Anfang 2024 abgerissen werden soll, bevor dann 1,5 Jahre an der neuen Zweifeldhalle gebaut wird. Dies wird seitens der Bürger_innen kritisch betrachtet und die Verwaltung prüft, welche Alternativen es geben kann bzw. wie in der Zeit im Zweifel kreative Sportlösungen gefunden werden können.
Für den gesamten Erweiterungsprozess wurde eine enge Abstimmung mit der Schule, den schulischen Gremien und dem Träger Treffpunkt Fahrland e. V. sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung zugesagt.

Ebenfalls zugesagt wurde, dass die Regenbogenschule in die für April 2018 geplante Überarbeitung des stadtweiten Schulwegsicherungskonzeptes explizit mit einbezogen wird, und zwar sowohl fußläufig von der Döberitzer Str. oder Am Friedhof kommend als auch mit dem Auto, dem Bus oder zu Fuß von der Ketziner Str. kommend.
Auch die Einbeziehung der Planung einiger Parkplätze sowie einer PKW-Wendeschleife in die Erweiterungspläne wurde zugesichert.

Es wurde mitgeteilt, dass auch für Krampnitz geprüft wird, ob eine neue Grundschule dort ausreicht oder sogar 2 eröffnen werden. Außerdem sollen dort 3-4 Kitas und eine weiterführende Schule entstehen. Sowohl Schule als auch Kita sollen bereits fertig sein, wenn die 1. Menschen dort einziehen, wurde zugesichert, um die Probleme vor Ort nicht zu verschärfen.

Auch das aktuelle akute Problem fehlender wohnortnaher Schulplätze für die Sekundarstufe I wurde angesprochen, da Fahrländer Kinder zu weit weg von den wohnortnächsten Schulen wie der Da-Vinci-Gesamtschule wohnen und infolgedessen oft durch die komplette Stadt z. B. zur Steuben-Gesamtschule ins Kirchsteigfeld fahren müssen. Die Verwaltung prüft die Eröffnung einer einmaligen sechsten 7. Klasse mit expliziten Plätzen für Kinder aus den nördlichen Ortsteilen. Dies würde die Lage deutlich entspannen , bis die 2. nördliche Gesamtschule in der Pappelallee Nähe im Schuljahr 2019/20 (zunächst im Container) startet. Dauerhaft geht eine Erweiterung der Da-Vinci auf 6 Züge jedoch keinesfalls.

Im Bereich Kitas in Fahrland wurde mitgeteilt, dass der Container mit 60 Plätzen auf Grund von Verzögerungen erst zum 01.06.2018 öffnen kann und dass aber das notwendige Personal bereits gefunden wurde. Laut aktuellem Stand bleiben allerdings 27 Fahrländer Kinder akut unversorgt, der Kita-Tipp ist hier bemüht um Lösungen.

Der Bau der 2. Kita in Fahrland Gartenstraße/Mühlenring in kommunaler Hand schreitet hingegen voran: Die Planungen sind fast abgeschlossen und man plant die Eröffnung spätestens zum neuen Kitajahr im September 2019 mit 120 Plätzen. Dabei wird in Modulbauweise geplant, was schneller geht und flexibler ist, dafür kann der Bau jedoch nur 20-40 Jahre stehen.
Darüber hinaus werden seitens der Verwaltung auch die Gespräche mit Semmelhaack zum Bau der dritten (privaten) Kita fortgeführt. Genauere Pläne sind hierzu noch nicht bekannt, aber es werden auch mindestens 120 Plätze. Seitens der Bürger_innen wurde angeregt, nicht das angedachte Modell der 240 Plätze zu favorisieren, sondern durchaus auch das kombinierte Modell Kita-Seniorenheim in Erwägung zu ziehen, da auch diese Bevölkerungsgruppe in Fahrland wächst und Infrastruktur braucht und daher Beachtung finden muss.

Das war in Kurzfassung alles, wenn noch Fragen offen sind schreibt uns oder kommentiert hier drunter, wenn ihr weitere Infos habt.

Hier gibt es auch noch den die Präsentation der Stadt mit allen Zahlen als Download: Verwaltungspräsentation BV Fahrland 01022018_2.